Mit der methodischen Gestaltung unserer Seminare zur Lehrerfort- und weiterbildung orientieren wir uns am Leitbild unseres Instituts.

 

Wir bieten

  • eine lebendige, handlungsorientierte, teilnehmerzentrierte und methodisch vielseitige Gestaltung
  • gezielte Förderung und Entwicklung der methodischen Kompetenz als ein wichtiges durchgängiges Ziel aller Fortbildungen

 

Die methodischen Prinzipien und Verfahren in den Veranstaltungen werden daher nicht nur durchgängig praktiziert, sondern zugleich vermittelt und auf didaktischer Ebene reflektiert.

Als Teilnehmer/in haben Sie während der Veranstaltungen die Möglichkeit, einerseits die methodischen Verfahren mit ihren Wirkungen und Ergebnissen an sich selbst zu erleben und andererseits können Sie diese Erfahrungen mit ihren erlebten Prozessen, Ergebnissen, Emotionen und Erfolgen gemeinsam im Lehrerteam reflektieren.

Im Zentrum unserer Bemühungen stehen demzufolge vor allem:

 

1. Teilnehmerzentrierung

Einerseits werden wir Ihre unterrichtspraktischen Erfahrungen, Ihr Vorwissen, die Vorerfahrungen, die Einstellungen, das berufliche Können – kurz Ihre Lernvoraussetzungen – möglichst weitgehend mit einbeziehen. Andererseits werden Ihre Fortbildungswünsche und Interessen so weit wie möglich berücksichtigt, sei es durch ein Angebot von Inhalten zur Auswahl oder auf Wunsch der Teilnehmer oder durch die Art und Weise der Behandlung von Inhalten und Problemstellungen.

2. Erfahrungsaustausch

Der gezielte und gesteuerte Erfahrungsaustausch zu zentralen Seminarinhalten ist dabei ein wichtiges Mittel zur Aktivierung von Vorwissen und Vorerfahrung. Er bietet die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen zu vergleichen, von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer zu profitieren und Ihr Vorwissen als Quelle für gemeinsames Lernen zu akzeptieren. Der Erfahrungsaustausch und seine Auswertung bietet die Chance, sich einzubringen, mit anderen zu vergleichen und direkt von den anderen zu lernen.

3. Praxisorientierung

Die Lehrkräftequalifizierung geht von den aktuellen Anforderungen des Unterrichts aus und bezieht alltägliche Fragen und Probleme in den Vermittlungsprozess mit ein. Informationszuwachs und Lernerträge im Seminar werden in praktisches unterrichtsvorbereitendes Handeln wie z. B. die Erstellung von Unterrichtssequenzen oder Übungen umgesetzt. Die Vermittlung der erforderlichen Grundlageninformationen dient der Überprüfung, Begründung und Untermauerung des unterrichtsbezogenen Handelns. Somit haben Sie Gelegenheit, Gelernte in ihrem Unterricht einzusetzen, zu transferieren und der Situation anzupassen – ohne Rezepte zur Gestaltung einzelner Phänomene zu erhalten.

4. Handlungsorientierung

Themen und Inhalte werden auf die persönliche Situation der Teilnehmer bezogen. Indem Sie an der Planung beteiligt werden, werden Ihre Interessen während des Seminarverlaufs laufend berücksichtigt. Das Lernen findet in der Gruppe statt und erfolgt ganzheitlich. Selbsttätige Handlungsformen werden gefordert.

5. Aufgabenorientierung

Aufgaben werden nicht nur benutzt, um umfassendere Ziele wie z. B. Planen, Vorbereiten und Erteilen von Unterricht und exemplarische Erstellung von Unterrichtssequenzen zu erreichen, sondern auch zur Aktivierung, um sich mit den Inhalten auseinander zu setzen.

6. Induktives Vorgehen

Die Lernsituationen sind so angelegt und die Lernwege so gestaltet, dass i. d. R. induktiv gearbeitet werden kann. Ausgehend vom konkreten Fall können im Sinn des entdeckenden Lernens das Allgemeine, Prinzipien, Gesetzmäßigkeiten etc. selbst herausgefunden.

7. Visualisierung

Grundsätzlich werden Konzepte, Inhalte, Gliederungen und Ablaufpläne so weit wie möglich visualisiert, um die Vorteile transparenter visueller Darstellung, des Einsatzes mehrerer Kanäle bei der Informationsübermittlung und der Existenz eines gemeinsamen Referenzfeldes zu nutzen. Dabei werden Mittel und Verfahren der optischen Rhetorik eingesetzt; es kommen ferner Moderationstechniken zur Anwendung. Die Visualisierung dient nicht nur der Transparenz der Darstellung von Inhalten, sondern fördert auch das Behalten.

8. Medienunterstützung

Die Lerninhalte werden – soweit wie möglich – medienunterstützt dargeboten, um die Vermittlung über mehrere Kanäle zu ermöglichen und deren Wirkung aufzuzeigen.

9. Wechsel der Sozialformen

Die unterschiedlichen Sozialformen werden in Abhängigkeit von Lernziel und Aufgabenstellung praktiziert; Plenumsarbeit wechselt mit Partner- und Kleingruppenarbeit ab. In der Plenumsarbeit findet u. a. das Lehrgespräch mit Diskussion und Arbeitsaufträgen mit einer Mischung von Darbietung, Entwicklung und Anwendung statt. In der Kleingruppen- und Partnerarbeit werden Formen der Zusammenarbeit und wesentliche gruppendynamische Dimensionen vermittelt. Das Zusammenwirken von Arbeitsweise und Ergebnis, Prozess und Produkt wird im Sinne der Selbsterfahrung in ihrer Bedeutsamkeit erfahren und reflektiert.

10. Spielen

Spiele werden in Qualifizierungsveranstaltungen in unterschiedlichen Funktionen eingesetzt. Im Sinn der Selbsterfahrung können Spielerfahrungen gewonnen werden und der Nutzen und die Übertragbarkeit von Spielen nachvollzogen werden. Zum anderen hat das Spielen aber auch eine Bedeutung im Sinne der Aktivierung, dem Energieaufbau und der Konzentrationsförderung.

11. Methodische, mediale und soziale Vielfalt

Qualifizierungsveranstaltungen sind aus Zeit- und Kostengründen meist sehr dicht und verlangen ein hohes Maß an Aufnahmebereitschaft und Konzentrationsvermögen. Methodenvielfalt gewährleistet einen abwechslungsreichen Unterricht, in dem über lange Zeiträume ein hohes Maß an Konzentration erreicht und aufrecht erhalten werden kann. Sie bezieht sich auf die intensive Nutzung konventioneller und neuer Medien. Insbesondere werden Übungen und Aufgaben eingesetzt, die ganzheitlich alle Sinne ansprechen oder spielerisches Lernen gestatten. Dies ermöglicht das Lernen in verschiedenen Lernstilen. Partner-, Gruppen- ­und Gemeinschaftsspiele fördern den Lernprozess, erhalten den Spaß am Lernen und erhöhen die Motivation. Unterschiedliche Sozialformen und Aktivitäten tragen wesentlich zu einem effizienten Unterricht bei.

12. Reflexivität

Reflexionsphasen werden insbesondere nach Phasen der Eigentätigkeit angesetzt, wie z. B. der Unterrichtsvorbereitung, der Ausarbeitung von Unterrichtssequenzen und Übungen, dem Erteilen von Unterricht etc. Sie dienen dem Vergleich der eigenen Arbeitsergebnisse mit denen anderer, dem Bewusstwerden und Nachvollziehen des eigenen Lernwegs, der Überprüfung der eigenen Ergebnisse und dem Nachdenken über Konsequenzen und Alternativen.

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